(H) Das empfindliche Gleichgewicht der aquatischen Ökosysteme

In einer Konferenz "Die Verschmutzung von öffentlichen Gewässern durch Industrieabfälle" vom 4. September 1894 erklärte Eugenio Bettoni (Fischkundiger) die Ursache des Rückgangs der Fische im Luganersee. Bereits zu jener Zeit begannen die neuen wirtschaftlichen Entwicklungen, das Wachstum der Bevölkerung und die tiefgreifenden Veränderungen des Gebietes das zarte Ökosystem der Flüsse und Seen zu stören.

In der Folge wirkten sich die menschlichen Aktivitäten immer stärker auf das Gebiet aus. Verschiedene Flüsse erlitten verheerende Veränderungen durch Verengung des Flussbettes, Bau von Stau-Dämmen und anderen Massnahmen zur Regulierung des Abflusses.

Viele Bäche sind vollständig verschwunden, ersetzt durch Rinnsale, manchmal verschmutzt durch Abwasser der Industrie und Landwirtschaft oder der städtischen Kanalisationen. Glücklicherweise hat man in den letzten Jahrzehnten dank der öffentlichen Abwasserreinigung erhebliche Fortschritte gemacht.

Tatsache aber ist, dass der Mensch stark auf die Umwelt und somit auf die Fischfauna einwirkt, mit dem Resultat, dass diese stark verarmt und vom Aussterben bedroht ist.

Um das Gleichgewicht wieder herzustellen, braucht es eine strenge und effiziente Umweltpolitik. In diesem Zusammenhang sind viele Dossiers noch offen. Man bedenke nur die schreckliche Situation mehrere Flüsse, erzeugt durch kontinuierliche Schwingung zur Nutzung der Wasserkraft, an den atemberaubenden Aufschwung der Bauten von Kleinkraftwerken, der Anwesenheit von Wasservögeln (Kormorane, Graureiher, Haubentaucher). Nur eine gezielte politische Orientierung und ein grösseres Bewusstsein der Bevölkerung können die Probleme unserer Wohlstandsgesellschaft nachhaltig und glaubwürdig lösen.

Die Fischer werden aufgefordert, bewusst Wächter der Umwelt zu sein.

Von deren Gesundheit sind sie die ersten Begünstigten, aber auch die ersten, die für dieses Ungleichgewicht der Natur bezahlen müssen.

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