(B) Der Fisch in der Antike

In der Antike war der Fisch für die Griechen und Römer eine wichtige Nahrungsquelle. In griechischen und lateinischen literarische Quellen gibt es zahlreiche Hinweise für seine Verwendung. In der Ikonographie ist er ein immer wiederkehrendes Objekt in Bodenmosaiken, Wandmalereien, Vasen und Schmuckstücken.

Die gewöhnlichsten Fische wie Sardinen und Sardellen, sowie Teile minderer Qualität vom Thunfisch, geräuchert oder gesalzen, waren sehr wichtige Nahrungsmittel für die weniger wohlhabende Bevölkerung der Städte und der Küstenregionen. In diesem Zusammenhang wurde ursprünglich der Begriff  "opson " für jede Art von Nahrungsmitteln verwendet. Daraus wurde unmittelbar das neugriechische Wort  "Fisch ". Die Reichen bevorzugten frischen Fisch der besten Qualität, wie die berühmten Aale aus dem Kopaissee (ehemaliges Seebecken in Böotien (Mittelgriechenland), wurde 1883 entleert). Die Griechen liebten sowohl Süsswasserfische wie auch Meeresfische, schätzten Krustentiere, Meeresfrüchte, Kraken, Tintenfische und Kalmare.

Im Rom wurde der Konsum so gross und kontinuierlich, dass der Fischfang der Nachfrage nicht ausreichte. Ausser dem Bau von Fischteichen, um die Fische nach dem Fang am Leben zu erhalten, züchteten die Römer die qualitativ schmackhaftesten Fische in Vivarien. Die Reichen konnten es sich leisten und boten diese ihren Klienten bei wichtigen und grossen Banketten an. Durch Mazeration verschiedener Fischsorten wurde  "Garum " zubereitet, die meistverwendete Sauce in der lateinischen Küche.

Die Werkzeuge zum Fischen, die die antiken Völker benutzten, waren Angelhaken, insbesondere aus Kupfer, die an Angelschnüren aus Tierhaaren oder Pflanzenfasern befestigt wurden. Durch die daran gebundenen Bleigewichte sanken die Angelhaken in die Tiefe. Man verwendete auch verschiedene Netze, Schwimmer aus Kork, Harpunen und Dreizacke, Fischreusen aus Weide geflochten und Laternen zum nächtlichen Fischfang.

Der Fisch wurde in der antiken Literatur oft von Dichtern und Schriftstellern zitiert. Man sollte aber beachten, dass sie nicht streng zwischen Fischen, Säugetieren, Meeresreptilien und anderen Repräsentanten der aquatischen Fauna unterschieden.

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